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“Du kannst alles erreichen, wenn du nur willst!”, so lautet die Botschaft mancher Mentaltrainier. Dass das eine Lüge ist, hat Martin Wehrle erst kürzlich im Spiegel ausführlich begründet. Andererseits begrenzen sich Menschen, indem sie aus vorhandenen Eigenschaften Identitäten bilden, die sie immer wieder affirmieren. Jeder Satz, der mit “Ich bin ein Mensch, der …” beginnt, zeigt eine solche solide manifestierte, sich selbst verstärkende Identität.

Aber was ist denn nun wahr? Können wir unsere Persönlichkeitsmerkmale und Fähigkeiten frei wählen und jederzeit verändern? Oder ist es hilfreicher, Schwächen, Prägungen oder Eigenschaften zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen?

Was ist die Motivation?

Wahrscheinlich kann jeder Mensch viel mehr erreichen, als ihm selbst denkbar erscheint. Doch die Frage ist, wie viel Ausdauer, Disziplin, Kraft, Zeitaufwand und Selbstverleugnung jemand bereit ist zu investieren. Wer auf Biegen und Brechen versucht etwas zu können, zu sein oder darzustellen, was von eigentlichen Wesen weit entfernt ist, wird viele seiner Ressourcen verschwenden, Frust erleben oder sich sogar lächerlich machen. Doch selbst, wenn er das Ziel erreicht, wäre im Vorfeld sicher die Frage nach der Motivation für diese Bemühungen sinnvoll gewesen.

War eine große Unzufriedenheit mit sich selbst der Auslöser? Oder der Drang, einem Vorbild nachzueifern? Oder jemandem etwas zu beweisen? In solchen Fällen lohnt es sich zu untersuchen, was hinter diesen Motiven steht. Häufig sind es Zurückweisungen, Verletzungen oder fehlende Anerkennung. Diese lassen sich mit entsprechender Begleitung meistens leicht heilen, sofern dies gewünscht ist. Manch einer bezieht jedoch aus solchen Mustern viel Energie, Kreativität oder Identifikation. Ich denke, eine Großzahl von Künstlern, Politikern oder Finanzmanagern begründen ihren Erfolg aus Widerstand oder Defiziten. Grundsätzlich ist es natürlich sehr konstruktiv einen empfundenen Mangel konstruktiv umzuwandeln, doch nur solange man sich selbst und anderen nicht schadet.

Ich bin nun mal so

Wenn sich also an einem Ende der Skala, die Persönlichkeitstypen befinden, die mit viel Kraft und Energie gegen ihre eigene Natur ankämpfen, so stehen am anderen Ende dieser Skala diejenigen, die sagen, ich bin so und ich kann das nicht ändern. Bei jeder Gelegenheit bekräftigen sie: „Ich bin ein Mensch, der …“ Oft sind sie regelrecht stolz darauf, dass sie beispielsweise hypersensibel, introvertiert oder hochbegabt sind und die Nachteile, die sich ergeben, beispielsweise für die soziale Interaktion, empfinden Sie als unumstößlich. Hier bleibt mit ziemlicher Sicherheit Potential ungenutzt.

Solche Personen haben in ihrer Geschichte bestimmt auch Zurückweisungen, Verletzungen oder fehlende Anerkennung erfahren, nur reagieren sie mit Rückzug, Reduzierung und Selbstschutz. Sie sind wahrscheinlich nicht sehr erfolgreich, möchten am liebsten nicht auffallen und verfolgen einen Job, um lediglich ihre Kosten zu decken. In solchen Fällen wird das Leben wahrscheinlich als unausgefüllt und öde erlebt. Fremdes erscheint eher bedrohlich und wird gemieden oder abgelehnt.

Was tun?

Der Leidensdruck ist ein guter Indikator dafür, ob es für Sie an der Zeit ist zu Handeln. Fühlt es sich so an, als würden Sie feststecken? Sind Sie unzufrieden und möchten ein bestimmtes Ziel erreichen? Möchten Sie Fähigkeiten entwickeln? Möchten Sie lieber jemand anders sein? Hinterfragen Sie zuerst Ihre Motivation. Was löst Ihren Wunsch nach Veränderung aus? Bearbeiten Sie die Defizite, die sie erkennen oder holen Sie sich Hilfe dazu. Danach kann es bereits sein, das sich Zufriedenheit einstellt oder Sie einen gangbaren Weg für sich finden.

Möchten Sie ein Ziel erreichen oder ein Projekt verwirklichen, untersuchen Sie am besten Ihre persönlichen Muster. Inwiefern werden Sie von Ihnen eingeschränkt in oder behindert? Lösen Sie diese auf und verstärken Sie Ihre Talente und Neigungen, die Sie für Ihr Vorhaben brauchen. Wenn es sehr anstrengend wird, sollten Sie überprüfen, ob Sie an einem Ziel arbeiten, das für Sie wirklich stimmig ist. Ist die Antwort „Ja“, tun Sie alles, was nötig ist, um es zu erreichen und beseitigen Sie alle blockierende Muster.

Das Gleichgewicht finden

Tun Sie sich selbst einen Gefallen: Fesseln Sie sich nicht an Identitäten, die Ihre Möglichkeiten begrenzen. Geben Sie nicht zu schnell auf. Reiben Sie sich jedoch auch nicht für ein illusorisches Ziel auf. Finden Sie die richtige Balance zwischen dem Einsatz Ihres natürlichen Potentials und der Energiemenge, die Sie bereit sind zu investieren. Wenn Sie auf dem Weg sind, der für Sie richtig ist, fühlen Sie sich motiviert, lebendig und kraftvoll. Sie halten durch bis Sie Ihr Ziel erreicht haben, auch wenn es zeitweise schwierig wird. Leiden Sie über einen längeren Zeitraum, fühlen sich nur noch entmutigt oder müssen sich zu sehr verbiegen, stimmt etwas an Ihrem Vorhaben nicht.

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Sagt Ihnen der Begriff „grundlose Daseinsfreude“ etwas? Er klingt ziemlich esoterisch oder spirituell, oder? Ist er aber nicht. Grundlose Daseinsfreue ist eine dem Leben immanente Qualität, die unabhängig vom Glaubenssystemen oder Weltanschauungen existiert. Warum wir sie meistens nicht wahrnehmen, soll Inhalt dieses Artikels sein.

Wie alles begann

Der Mensch kommt mit einem reinen Gewahrseins auf die Welt. Die Abwesenheit von Bewertungen und persönlichen Mustern macht die Faszination von Babys und Kleinkindern aus. Sie genügen sich selbst und sind vollkommen offen für alles, was um sie herum geschieht. Sie spielen völlig selbstvergessen im gegenwärtigen Augenblick und rühren im Erwachsenen die Erinnerung an eine Zeit an, in der alles in Ordnung, unschuldig und erfüllt war.

Warum ist dieser paradiesische Zustand verloren gegangen? Weil das heranwachsende Kind mehr und mehr Persönlichkeit entwickelt hat, das heißt, sich von der Umwelt durch Bildung von Identitäten getrennt hat. Es hat Bewertungen, Prägungen und Überzeugungen angenommen und unterscheidet zunehmend zwischen Richtig und Falsch sowie Ich und Nicht-Ich. Je mehr sich die Überzeugungsstrukturen und Identitäten verdichten, umso klarer ist das Ego definiert und umso getrennter fühlt sich der Mensch von anderen und der Umwelt.

Das ewige Streben

Was macht nun ein Mensch, der sich getrennt fühlt? Er strebt nach Glück, Anerkennung, Sicherheit und Erfolg. Er versucht seiner Lebensspanne einen Sinn zu geben und, wie er es gelernt hat, etwas aus sich zu machen. Das ist natürlich alles in Ordnung so. Das ist das Spiel des Lebens. Wenn da nur nicht immer dieses ständige unterschwellige Empfinden eines Mangels wäre; diese Leere, die mit Erlebnissen, Dingen, Substanzen oder Bestätigung gefüllt werden will.

Nur, wenn diese Muster eine Zustimmung zu dem zulassen, was sich gerade ereignet, dann stellt sich Zufriedenheit und ein Gefühl von Erfüllung ein. Dann, wenn es gerade gut läuft, zum Beispiel im Zustand der Verliebtheit oder im Urlaub. Die Freude darüber ist jedoch brüchig, zeitlich begrenzt und vor allem: bedingt. Aus diesem Grund müssen derartige Zustände immer wieder neu hergestellt werden. Das ist sehr anstrengend und verbraucht viele Ressourcen.

Noch einmal: Es ist an all dem nichts falsch. Doch irgendwann kann es geschehen, dass jemand unter dieser ständigen Suche, dem Unerfülltsein oder der empfundenen Leere leidet. Gibt es einen Ort, eine Zeit oder Zustand, der diese Bemühungen überflüssig macht? Ja, den gibt es. Er ist immer und überall. Das wissen Sie von ganz früher. Ohne dieses Wissen hätten Sie keine Ahnung davon, dass Sie etwas verloren haben: Dieses Ruhen im unmittelbaren Sein, unabhängig von den aktuellen Ereignissen. Es ist lediglich der Schleier der persönlichen Muster, der verhindert, dass dies gesehen wird.

Die Rückkehr

Wie Sie dorthin zurückkehren können leuchtet nach der obigen Beschreibung ein: Geben Sie schädliche, eingrenzende und anachronistische Muster auf. Sie haben diese Muster angenommen, aus freier Entscheidung oder aus Zwang, und Sie können Sie wieder aufgeben. Das können Sie per Entscheidung und den entsprechender Techniken. Je mehr Ihrer Muster verschwinden, desto vollkommener wird die Welt und um so weniger leiden Sie. Ist die Hülle von Identitäten und mentaler Abstraktionen so dünn geworden, dass Sie sehen können, was tatsächlich ist, stellt sich bedingungslose Daseinsfreude ein. Sie erkennen, dass sie schon immer da war und alles erfüllt.

Natürlich verwickeln Sie sich immer noch in Dramen, stürzen in Krisen und sind nicht ständig gesund. Doch Sie haben einen Standpunkt, von dem aus sie diese Zustände wesentlich gelassener sehen und sich leichter aus ihnen befreien können. Sie ersparen sich viele Anstrengungen, haben Klarheit und Freude am Leben. Einfach nur, weil Sie sind.

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Immer wieder höre ich, dass sich Menschen mehr Gelassenheit wünschen. Egal, was das Leben gerade bietet, einfach gleichmütig zu sein. Auch wenn es stressig wird, die innere Ruhe zu behalten. Das bedeutet auch, weniger Angst zu haben und sich weniger Sorgen zu machen. Provokationen und unangemessenes Verhalten stören nicht den inneren Frieden und werden eher humorig aufgenommen. Dazu gehört auch das Selbstvertrauen, mit dem Leben zurechtzukommen, seine Bedürfnisse erfüllt zu wissen und die eigenen Ziele für erreichbar zu halten. Dieser Artikel beschreibt, wie das möglich ist.

Die scheinbare Gelassenheit

Der Gelassenheit könnten auch negative Aspekte zugesprochen werden. Es gibt Menschen, die emotional nicht verfügbar sind. Das heißt, sie haben sich von ihren Gefühlen getrennt oder zeigen sie nicht. Das geschieht wahrscheinlich aufgrund von Verletzungen. Sie haben sich als Selbstschutz ein dickes Fell zugelegt, um sich sicher zu fühlen. Manche versuchen die Contenance zu wahren, um gesellschaftskonform zu wirken oder um ein bestimmtes Bild von sich zu vermitteln. Andere reißen sich zusammen und legen Selbstbeherrschung an den Tag. Dies alles könnte nach Gelassenheit aussehen, ist tatsächlich aber eher anstrengend und beschränkend. Darum soll es hier nicht gehen.

Persönliche Muster sind der Schlüssel

Was muss nun gegeben sein, damit sich tatsächliche Gelassenheit einstellt? Der erste Absatz dieses Artikels umreißt einige Attribute der Gelassenheit. Doch wie ist es möglich, Gelassenheit zu erreichen? Der Schlüssel dazu liegt in den persönlichen Mustern. Diese resonieren mit Ereignissen, die Ängste oder Sorgen auslösen, mit Provokationen, mit gestörtem Gerechtigkeitsempfinden und bringen Minderwertigkeitsgefühle, Überforderung, Hilflosigkeit oder Bewertungen hervor. Dies alles, und mehr, sind Auslöser für innere Unruhe und für starke emotionale Zustände, die Gelassenheit untergraben.

Grundsätzlich lässt sich sagen, je weniger persönliche Muster Sie in sich tragen, die mit Missempfindungen irgend einer Art zu tun haben, desto weniger wird Ihr innerer Frieden gestört. Reize, die sonst Irritationen ausgelöst haben, gehen glatt durch Sie hindurch. Sie bleiben nirgends hängen und lösen keine unerwünschten Gefühle oder Reaktionen aus. Um es noch einmal zu betonen: Dabei geht nicht darum, nichts an sich heran zu lassen. Es werden nur weniger automatische Muster in Ihnen getriggert.

Die Muster, die Sie aus Ihrer Mitte bringen, sind leicht identifiziert: Beobachten Sie sich. Merken Sie sich Gelegenheiten, in denen Ihre Gelassenheit gestört wurde. Zu einem späteren Zeitpunkt können Sie sich darum kümmern und sich fragen, welche Ihrer Überzeugungen, Identitäten, Haltungen, Meinungen, Bewertungen, etcetera Ihrer Reaktion zu Grunde liegen. Nun brauchen Sie Sie sich nur noch zu entscheiden, ob Sie das Muster behalten, oder lieber löschen möchten. Das können Sie beispielweise mit dieser Methode.

Und sonst?

Hier noch einige weiter Gedanken, die der Gelassenheit zuträglich sind. Zuerst: Überlegen Sie sich, was Sie aufgeben müssten, wenn Sie mehr Gelassenheit hätten. Wollen Sie das tatsächlich? Machen Ihnen Ihre Dramen nicht manchmal richtig Spaß? Ansonsten: Nehmen Sie sich selbst und andere nicht so wichtig. Jeder hat seine Meinungen und Ansichten, Vorstellungen von Richtig und Falsch und meint meistes eh, dass er Recht hat. Was soll´s? All diese Überzeugungen sind völlig beliebig und auswechselbar. Umgeben Sie sich mit Menschen, die zu Ihnen passen. Kämpfen Sie selbst nicht um Ihre Bedeutung. Machen Sie Ihr Ding. Manch einem mag es gefallen, anderen nicht. So ist es eben. Nehmen Sie das Leben mit Humor. Die Realität ist, wie sie ist. Es hängt von Ihnen ab, von welchem Standpunkt Sie darauf schauen.

Äußerst sinnvoll, um die eigene Gelassenheit zu entwickeln oder auszubauen, ist dieser Kurs. Lernen Sie Ihre persönlichen Muster zu erkennen und aufzulösen. Legen Sie Ihre Dramen ab. Finden Sie Klarheit und entdecken Sie ihr ursprüngliches Wesen.

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Heute las ich auf Spiegel-Online folgende Überschrift: „Sandra Bullock über ihr Privatleben: Laaangweilig“. Im Artikel war zu lesen, dass sich diese Aussage auf ihre Alltagsroutine bezieht. Mir wurde mal wieder klar, dass Erfüllung und Zufriedenheit nicht unbedingt etwas mit Erfolg und Fülle zu tun haben. Wann war Ihnen das letzte Mal langweilig? Wann schien Ihr Leben von einer dumpfen Routine angefüllt zu sein? Wann fühlten Sie sich stumpf und unlebendig? Und wie sind Sie da wieder heraus gekommen?

Widerstand ist die Quelle von Langeweile

Langeweile und Dumpfheit entsteht aus einem Widerstand gegen das, was gerade ist. Dieser Widerstand kann sich langsam und unmerklich aufbauen und zu einer chronischen Lebenseinstellung werden. Das Ego hat eine Haltung wie „das kenne ich doch alles schon“, „nichts los hier“ oder „das alles ödet mich an“. Es legt Eindrücke oder Erfahrungen der Vergangenheit über das aktuell Wahrgenommene und trennt so die Verbindung zu dem, was gerade tatsächlich ist.

Der Widerstand kann in einer Situation auch akut auftreten: Ein langweiliger Film, Mensch oder Dialog. Warten auf etwas oder jemanden oder eine allgemeine Reizarmut. Hier wird eine Bewertung ausgelöst, die auf Vergleichen beruht, dann erfolgt eine Identifikation mit dieser Bewertung, wodurch sie verstärkt und konserviert wird.

Gleichgültig, ob die Langeweile chronisch oder akut ist, es wird auf jeden Fall eine große Menge Aufmerksamkeit in ihr gebunden. Die Wahrnehmung wird dumpf, die Verbindung mit der Umgebung ist eingeschränkt und eine miesepetrige Stimmung macht sich breit.

Langeweile leicht überwinden

Es ist relativ einfach aus diesem Zustand herauszukommen. Vorausgesetzt, es ist eine gewisse Bereitschaft dazu vorhanden. Häufig benutzt das Ego Langeweile gerne als Rechtfertigung für irgendwas, um jemanden ins Unrecht zu setzten oder um Schuldgefühle in anderen zu erzeugen. Sollten Sie die Langeweile oder die Dumpfheit ablegen wollen, ist nicht viel dazu nötig. Sie brauchen noch nicht einmal ihr Leben zu ändern oder das Umfeld zu wechseln. Was ich Ihnen gleich vorschlage funktioniert immer und überall.

Verlagern Sie einfach Ihre Aufmerksamkeit von sich selbst nach außen. Suchen Sie sich einen Gegenstand und schauen Sie sich ihn genau an. Entwickeln Sie Interesse für ihn. Dieses Interesse braucht keinen Grund. Tun Sie es einfach. Alternativ können Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre gesamte sinnliche Wahrnehmung lenken. Alle taktilen Reize der Haut, Gerüche, was sehen und hören. Das geht gleichzeitig. Es könnte sein, dass Sie bemerken, dass Ihr Denken nachlässt. Sollte das nicht gelingen, wählen Sie einen kleineren Maßstab: Berühren Sie mit der Spitze Ihres Zeigefingers leicht eine Oberfläche. Legen Sie all Ihre Aufmerksamkeit in die Kontaktstelle.

Sie werden feststellen, dass sich Ihr Zustand schnell ändert. Wahrscheinlich weitet sich Ihre Wahrnehmung aus, erscheint alles etwas heller und gegenwärtiger oder Sie fühlen eine allgemeine Erleichterung.

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Der normale Mensch sagt: „Mein Wille geschehe – hoffentlich, ansonsten kämpfe ich darum.“ Der Magier sagt: „Mein Wille geschieht – da ich weiß, wie ich Realität gestalten kann.“ Der Befreite sagt: „Es geschehe, was immer wolle – da ich weiß, dass es mich als Person nicht gibt, sondern nur die eine Ganzheit.“ Das ist kurz gesagt, das, was ich bisher in diesem Blog beschrieben habe. Etwas ausführlicher zwar, aber bei weitem nicht so detailliert, wie es hätte sein könnte. Mir ging es in den Artikeln bis hier vor allem darum, einen Überblick zu geben. Sie kennen nun die drei elementaren Paradigmen des menschlichen Daseins, haben Methoden kennen gelernt, mit denen Sie Ihr Leben selbstbestimmt gestalten können und wissen was Sie wirklich sind.

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Ich gehe davon aus, dass Sie den Zustand des Klaren Sehens, den klaren Raum, wie im vorhergehenden Artikel beschrieben, erlebt haben. Haben Sie auch das Experiment mit den geschlossen Augen gemacht und die Unendlichkeit Ihres Gewahrseins erfahren? Haben Sie auch einmal nachts in den Sternenhimmel geschaut und gesehen, dass Ihr Gewahrsein sogar die Sterne beinhaltet? Und darüber hinaus geht? Wie könnten Sie sich all dessen gewahr sein, wenn das Gewahrsein, der klare Raum, der Sie sind, dies nicht beinhalten würde?

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Bis hierher habe ich eine kurze, komprimierte Darstellung des ersten und zweiten Paradigmas geliefert. Sie enthält alles, was nötig ist, um das menschliche Sein grundlegend zu verstehen und um sein Dasein und sein Erleben selbst zu bestimmen. Wer damit zufrieden ist, sollte nicht weiter lesen und fleißig die beschriebenen Methoden anwenden, um ein nettes Leben zu haben.

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Seit Menschen ihren Verstand benutzen, haben sie Probleme. Noch schlimmer ist es geworden, seit sie denken, sie seien ihr Verstand. Aber der Reihe nach.

Fast alle Menschen gehören diesem Paradigma an. Vom Penner bis zum Topmanager, vom Ärmsten bis zum Reichsten, vom geistigen Tiefflieger bis zum Akademiker, vom Rationalisten bis zum Kleriker, vom Ottonormalverbraucher bis zum Spitzenpolitiker und vom Looser bis zum Macher.

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