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Praxis für Psychotherapie und Hypnosetherapie | ulrich-heister.de

In der letzten Zeit habe ich in einer Praxis mit meinen Klientinnen und Klienten häufig Flugangst bearbeitet. Ich bin erstaunt, wie weit sie verbreitet ist. Manchmal sind es Geschäftsreisende die öfter fliegen und bei jedem Flug leiden oder Urlauber, bei denen schon die Vorfreude aufgrund der Flugangst auf der Strecke bleibt. Falls Du Flugangst hast, habe ich eine gute Nachricht für Dich: Sie ist ziemlich leicht aufzulösen. Meistens reicht schon eine Sitzung. Hier erfährst Du, woher sie möglicherweise kommt und wie Du sie überwinden kannst.

Fliegen kann so schön sein

Dass Fliegen die sicherste Art der Fortbewegung ist, braucht hier sicherlich nicht weiter ausgeführt zu werden. Das hat jeder schon einmal irgendwo aufgeschnappt. Es reicht natürlich nicht, dies zu wissen, um eine Veränderung zu bewirken, denn diese Information ist rein rational. Die Flugangst liegt allerdings auf der emotionalen Ebene. Daher nützt es nichts, auf jemanden mit Flugangst einzureden, was übrigens für jede Angst gilt. Sie muss auf einer anderen Wiese angegangen werden.

Es erschließt sich ja auch nicht auf den ersten Blick, wie es möglich sein kann, dass ein hunderte Tonnen schweres Gerät in so etwas dünnem wie der Luft Halt findet und nicht herunterfällt. Dabei ist das wissenschaftlich bestens erforscht und durch Beweise belegt. Aber unser Reizverarbeitungssystem ist, wie oben beschrieben, nicht immer mit Fakten zu überzeugen. Manchmal leben wir, wenn es um Sicherheit geht, eben noch im Busch.

Gründe für Flugangst

Es überraschte mich, dass es bei den wenigsten die Angst vor dem Herunterfallen ist. Oft sind es eher Ängste wie eingeschlossen zu sein und auf Wunsch nicht raus zu können, keine Kontrolle zu haben, lange in dem Sitz „eingepfercht“ zu sein und keine Bewegungsfreiheit zu haben oder die vielen Menschen, die so dicht zusammengedrängt sind machen schlechte Gefühle. Bei Rauchern kommt natürlich die Angst hinzu, die Sucht nicht lang genug unter Kontrolle zu haben. Hier gibt es übrigens einen speziellen Artikel für Raucher.

Auffällig ist, dass die Art und die Ursachen für die Angst sehr individuell sind und es kein allgemeines Schema gibt. Daher müssen sie auch individuell behandelt werden. Anti-Flugangst-Filme und -Bücher leisten das in der Regel nicht. Auch die Flugangstseminare, die häufig von Flughäfen angeboten werden, bewegen sich in der Regel auf der rationalen Ebene und dauern oft einen ganzen Tag oder länger. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meistens eine Sitzung reicht, um die Angst zu überwinden und mit einer möglichen zweiten Sitzung werden die Ergebnisse gefestigt.

Die Gründe für die Flugangst sind nur sehr selten auf eine schlechte Erfahrung bei einem Flug zurückzuführen. Oft sind es, wie zuvor beschrieben, die Umstände eines Fluges. Es kann tatsächlich reichen, einen Flugzeug-Katastrophen-Film zu schauen. Oder die Ungewissheit erlebt zu haben, als der Lebenspartner am 11.9.2001 von New York nach Hause flog. Manche ängstigt es, den Naturgewalten ausgeliefert zu sein. Auch Schauergeschichten von „Luftlöchern“ oder vom Bermudadreick können hier ganze Wirkung entfalten. Einige Menschen haben Angst vor Terrorismus. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, in einen terroristischen Angriff verwickelt zu werden, verschwindend gering. Es ist statistisch wesentlich wahrscheinlicher, von einem Verwandten getötet zu werden oder zu Hause auf einer Leiter zu verunglücken. Aber auch hier nützt eine rationale Argumentation natürlich nichts.

Wie Flugangst überwunden werden kann

Woher beim Einzelnen auch immer die Angst kommt, das Grundprinzip ist folgendes: Irgendetwas, das mit dem Fliegen zu tun hat, ist mit einem üblen Gefühl, beispielweise mit Angst, verbunden. Dabei bildet diese Angst ein Verhaltensprogramm, das zu irgendeinem Zeitpunkt erworben wurde. Die Tatsache, dass wir die Angst erworben haben, wir sie uns also irgendwann angeeigneten, macht es möglich, sie wieder los zu werden.

Auf synaptischer Ebene werden im Gehirn Verschaltungen gebildet, sodass bestimmte Auslöser die Flugangst hervorrufen. Beispielsweise der Gedanke an Tante Erna, die auch fürchterliche Flugangst hatte. Oder der Gedanke, so lange still sitzen zu müssen. Oder die Vorstellung eingeschlossen zu sein. Oder das Wissen darum, 10 km Luft unter sich zu haben. Oder, oder.

Mit sanften und wirkungsvollen Methoden werden in der Sitzung diese neurologischen Verknüpfungen zwischen Auslöser und Verhaltensprogramm gelöst. Der Reiz läuft dann ins Leere, das Verhaltensprogramm, in diesem Fall die Flugangst wird nicht mehr aktiviert. Es werden der Reihe nach alle möglichen Auslöser bearbeitet, denn in der Regel sind es mehrere. Ist dies geschehen, wird das Gefühl etabliert, wie man sich während des Flugs fühlen möchte. Beispielweise entspannt und frei. Das legt jeder für sich selbst fest. Auf diese Weise können auch viele andere Formen der Angst aufgelöst werden.

Leidest Du unter Flugangst? Dann könnte eine Einzeltherapie sehr nützlich sein. Melde Dich bei mir und wir gehen die Sache gemeinsam an. Auf meiner Praxis-Website findest Du weitere Informationen.

Auch interessant:
„Wie werde ich meine Angst los?“

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Haben Sie einen Chef oder eine Chefin, mit dem oder der Sie nicht gut klar kommen? Gibt es Kommunikationsprobleme oder verhält er oder sie sich Ihnen gegenüber unfreundlich oder bossy? Sie sind unzufrieden und möchten etwas ändern? In diesem Artikel gehe ich davon aus, dass es sich nicht um massive Übergriffe handelt und Sie grundsätzlich diese Stelle behalten möchten. Anderenfalls sollte Sie sich natürlich einen neuen Job suchen oder gar juristische Schritte einleiten. Ich gehe hier darauf ein, was Sie bei nervigen beziehungsweise belastenden Situationen tun können und wo Sie von Ihrer Seite aus ansetzen können.

Tipp 1: Sie müssen Ihren Chef nicht mögen

Machen Sie sich klar, dass Sie Ihren Chef nicht mögen müssen. Sie haben ein Arbeitsverhältnis. Für Sie ist nur wichtig, dass Sie Ihre Arbeit erledigen und Ihre Tätigkeit der Stellenbeschreibung entspricht. Alles W­­­eitere ist optional. Natürlich ist es wesentlich entspannter und angenehmer, wenn das Arbeitsklima freundlich oder gar freundschaftlich ist und wenn man sich mit dem Chef versteht. Tappen Sie jedoch nicht in die Harmonie-Falle, die Ihnen lediglich Energie raubt.

Je höher Ihre Erwartung an Ihren Beruf ist und je wichtiger es für Sie ist, sich darüber zu verwirklichen, desto mehr Wert werden Sie auf Ihr Umfeld bei der Arbeit legen. Fragen Sie sich also, welchen Stellenwert Ihre Tätigkeit für Sie hat. Ist es ein Job, um Ihre Miete zu bezahlen und den Kühlschrank zu füllen oder ist Ihr Beruf ein sehr persönliches Anliegen? Im ersten Fall ist es wohl am besten, einfach Ihren Job zu machen. Reiben Sie sich nicht zu sehr damit auf, die Stimmung zu heben. Im zweiten Fall lohnt es sich, sich zu engagieren, da Ihr eigenes Selbstverständnis und Ihre Zufriedenheit dies erfordern.

Überlegen Sie sich also genau, was Sie wollen und wie viel Energie Sie bereit sind zu investieren. Reicht es Ihnen, einen inneren Zustand der Zufriedenheit zu erreichen oder möchten Sie aktiven Einfluss auf Ihr Arbeitsumfeld nehmen? Es folgen Tipps für beide Wirkungsebenen.

Innere Zufriedenheit erreichen

Tipp 2: Nehmen Sie es nicht so persönlich

Wenn sich Ihr Chef blöd verhält, er sonderbare Dinge sagt oder unfair erscheint, nehmen Sie es nicht persönlich! Sie haben nicht die Möglichkeit, zu beeinflussen, wie sich Ihr Chef verhält und was er sagt. Doch Sie haben immer die Wahl, wie sehr Sie es auf sich selbst beziehen, wie Sie sich dadurch fühlen und wie Sie reagieren.

Dies ist Ihre „magische Kraft“! Entscheiden Sie, was Sie an sich heranlassen und was Sie abperlen lassen! Das ist natürlich nicht immer leicht, aber es lässt sich trainieren. Am wichtigsten ist es, die geistige Wachheit zu bewahren, um in der Beobachterposition zu bleiben und sich nicht in das Schauspiel hineinziehen zu lassen. Hierbei kann diese Übung helfen.

Manchmal lassen uns unsere persönlichen Muster immer wieder mit in das Drama einsteigen. Das ist der Fall, wenn Sie beobachten, dass Sie sich bemühen, etwas nicht persönlich zu nehmen, es jedoch nicht richtig klappt. Sie können einfach nicht „cool“ bleiben. Dann ist es sinnvoll, tiefer zu gehen und sich zu fragen, wann Sie früher schon mal mit solch einem Verhalten zu tun hatten. Haben Sie die Zusammenhänge mit Ihrer Vergangenheit erkannt, wird es leichter gelingen.

Tipp 3: Sich selbst abgrenzen

Ziehen Sie eine Grenze, indem Sie sich klar machen, was Sie mitmachen und was nicht. Wird diese Grenze überschritten, geben Sie ein genauso freundliches wie klares Statement ab, wie Sie das Verhalten Ihres Vorgesetzten empfinden. Denken Sie daran: Ein Mensch, der einen klaren Standpunkt hat und ihn mitteilt, bekommt mehr Respekt und Achtung entgegengebracht, als jemand, der immer kuscht und einsteckt.

Nicht wenige Chefs sind froh, wenn Sie ein Gegenüber finden, das in der Lage ist, ihnen Feedback zu geben und das nicht alles kritiklos mitmacht. Die Position an der Spitze ist manchmal sehr einsam. Da tut es gut, jemandem auf Augenhöhe zu begegnen. Natürlich müssen Sie selbst einschätzen, wie solch ein Verhalten bei Ihrem Chef ankommen würde.

Wichtig ist, dass Sie sich mitteilen. Möglicherweise war die getätigte Grenzüberschreitung nicht beabsichtigt und nicht mit bösem Willen geschehen. Oder sie entsprang einer unbewussten Verhaltensweise, die Ihrem Boss auf diese Weise klar werden kann. Dies allein kann schon eine Veränderung bewirken.

Tipp 4: Sehen Sie es als dass, was es ist

Zur Abgrenzung gehört auch, Dinge oder Ereignisse einfach als das zu sehen, was sie sind. Wenn der Chef wütend ist, neigen wir häufig dazu, einen eigenen Anteil darin zu finden. Alte Verhaltensprogramme verleiten uns, uns schuldig zu fühlen, zu denken, etwas falsch gemacht zu haben, nicht kompetent genug zu sein oder ähnliches.

Doch überwinden Sie diese Reaktionsweise und sehen Sie es einfach als dass, was es ist: ein Mann der wütend ist. Das ist absolut sein Ding. Er hat die Verantwortung für seine Gefühle, genauso, wie Sie für Ihre eigenen. Übernehmen Sie nicht seine Verantwortung. Wie Sie reagieren ist Ihr Ding. Sie können sich zuständig fühlen, wenn Sie das möchten. Oder lassen Sie das, was geschieht, einfach bei dem anderen.

Wenn Sie sich nicht mit den Gefühlen anderer identifizieren, haben Sie wesentlich mehr Freiheitsgrade zu reagieren und mit der Situation umzugehen. Das gelingt natürlich nicht immer sofort, aber üben Sie es immer wieder in den verschiedensten Situationen. Dies kann in allen Lebensbereichen sehr hilfreich sein.

Tipp 5: Ist Ihr Chef ein Spiegel für Sie?

Wir Menschen tragen alle eine ziemliche Anzahl von persönlichen Mustern (lesen Sie hier mehr darüber) mit uns herum, die uns in bestimmten Situationen, oder im Zusammensein mit bestimmten Menschen, automatisch reagieren lassen. Wir haben dann nicht die Wahl zu entscheiden, wie wir reagieren möchten, sondern folgen einem bestimmten Stereotyp. Wir bekommen Angst, fühlen uns schwach oder unsicher, bekommen ein ungutes Gefühl oder wollen einfach nur weg.

Gerade Chefs sind Menschen, die aufgrund Ihrer Position, leicht solche Muster auslösen. Hat jemand beispielsweise unaufgelöste Vater-Themen oder schlechte Erfahrungen mit autoritären Menschen gemacht, kann dies bei der Arbeit ziemliche Probleme bereiten. Er fällt gegenüber seinem Vorgesetzten in eine alte Rolle aus der Vergangenheit und ist unfähig sich als erwachsener, gleichberechtigter Mensch zu fühlen und zu verhalten.

Um solche Muster aufzulösen, ist es sinnvoll, ein gewisses Maß an Selbstreflexion zu besitzen und über eine Methode zu verfügen, eigene Muster bearbeiten zu können. Eine solche einfache, wie wirkungsvolle Methode habe ich hier beschrieben. Nehmen Sie sich Zeit, sich in diese Methode einzuarbeiten und üben Sie die Anwendung, bevor sie „heiße Eisen“ angehen. Sollten Sie alleine nicht zurechtkommen, sollten Sie sich Hilfe bei einem Profi suchen. In einem derartigen Fall sollte eine einzelne Sitzung ausreichen, um solch eine automatische Verhaltensweise aufzulösen.

Im Außen aktiv werden

Tipp 6: Das Gespräch suchen

Wenn Sie sich auf der persönlichen Ebene mit dem Verhalten Ihres Chefs auseinandergesetzt haben, erzielten Sie dort vielleicht bereits eine Verbesserung. Ist die Situation für Sie aber immer noch nicht zufriedenstellend, sollten Sie das Gespräch mit ihm suchen. Das ist der naheliegende Weg und Sie könnten ihn natürlich auch immer sofort gehen, doch ist es sehr hilfreich, zuvor eine eigene Klarheit über die Situation und in Bezug auf sich selbst gefunden zu haben.

Im Gespräch kann es sehr nützlich sein, Ihr Anliegen nach folgendem Muster anzubringen: Beobachtung – Gefühl – Bedürfnis – Wunsch. Sagen Sie zuerst, was Sie beobachten ohne zu bewerten. Beschreiben Sie einfach, was Ihnen auffällt. Danach teilen Sie mit, welche Gefühle das in Ihnen auslöst. Meist werden das sicherlich unangenehme Gefühle sein. Stellen Sie dar, welchem Ihrer Bedürfnisse sein Verhalten zuwider läuft und wie es Ihr Bedürfnis verletzt. Zum Schluss sagen Sie den Wunsch oder die Bitte, die Sie an Ihn haben, damit Sie sich wohler und sicherer fühlen.

Ein Beispiel: „Mir ist aufgefallen, dass Sie oft längere Zeit hinter mir stehen und über meine Schulter auf den Monitor schauen. Dabei fühle ich mich beobachtet und befangen. Ich möchte während meiner Arbeit nicht kontrolliert werde und ich kann unter diesen Umständen nicht gut arbeiten. Wenn Sie zu dem, was ich gerade tue, Fragen haben, sprechen Sie mich doch bitte direkt an. Ich beantworte sie Ihnen gerne.“

Diese Art macht es dem anderen leicht nachzuvollziehen, was in Ihnen vorgeht und was Ihr Anliegen ist. Es ist nicht aggressiv und Sie wirken souverän. Hierauf kann sehr gut ein weiterführendes Gespräch zur beiderseitigen Verständigung aufgebaut werden.

Tipp 7: Was tun, bei Angst vor dem Gespräch?

Es ist natürlich möglich, dass Sie Widerstand gegen oder gar Angst vor dem Gespräch haben. Diesen können Sie relativ leicht begegnen, indem Sie die Methoden anwenden, die ich hier und hier beschreiben haben. Eine gute Vorbereitung auf das Gespräch ist sicherlich auch sinnvoll und kann die Angst reduzieren. Was genau ist Ihr Anliegen? Was wollen Sie erreichen? Welche Argumente bringen Sie zum Ziel?

Machen Sie sich bewusst, dass Sie das Gespräch auch mit Angst führen können. Die Angst im Vorfeld des Gespräches resultiert meistens aus Gedanken darüber, was alles schief gehen könnte oder aus der Befürchtung sich zu blamieren. Chefs sind auch Menschen und sind meistes dankbar für Offenheit, denn Sie handeln auch in seinem Interesse, indem Sie Störungen im Betriebsablauf zu beseitigen helfen. Während des Gespräches wird sich die Angst ziemlich sicher verflüchtigen, da Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit für die Unterhaltung brauchen.

Tipp 8: Setzen Sie sich im Team zusammen

Sollte das Thema oder die Unterredung für Sie alleine ein zu großer Brocken sein oder möchten Sie vorher die Meinung anderer dazu hören, treffen Sie sich doch vielleicht mit Ihren Kollegen? Machen sie das eventuell privat und nicht während der Arbeitszeit. Sie können sich dann freier austauschen und offener reden.

Hierbei geht es nicht darum, sich gegen den Chef zu verschwören, sondern nutzen sie die Gelegenheit um zu erfahren, ob nur Sie betroffen sind oder ob auch andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Beraten Sie sich, was sie unternehmen könnten. Möglicherweise können Sie Ihr Ziel leichter erreichen, wenn sie zu mehreren eine Besprechung mit Ihrem Chef haben. Streben Sie immer eine konstruktive Lösung an.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

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Alleinsein kennt jeder in der einen oder anderen Ausprägung. Meistens ist es vorübergehend, etwa weil gerade niemand Zeit hat, etwas gemeinsam zu unternehmen. Vielleicht fühlen wir uns im Stich gelassen, weil jemand eine Zusage nicht einhält. Manchmal trifft es uns schwerer, weil wir einen geliebten Menschen verloren haben. Es kann aber auch zu einem Dauerzustand werden: Wenn keine Bezugsperson mehr vorhanden ist, sich scheinbar grundlos ein Gefühl von Einsamkeit einstellt oder es schwerfällt Kontakte herzustellen. Dieser Artikel zeigt Wege aus dem Alleinsein.

Die größte Angst

Wir gehen meistens davon aus, dass die größte Angst des Menschen die vor dem Tod ist. Untersuchungen zeigten jedoch, dass dies nicht stimmt. Die größte Angst des Menschen ist es, nicht dazu zu gehören. Das mag überraschen. Es zeigt jedoch auch,  warum eine Strafe so schmerzhaft ist, in deren Folge jemand zurückgewiesen oder ausgegrenzt wird: „Geh auf Dein Zimmer! Wenn du dich wieder benehmen kannst, darfst du wiederkommen.“ „Schrei nicht so rum, geh auf die stille Treppe!“ „Wenn du mit der noch einmal sprichst, verlasse ich dich!“ Eine Androhung von Trennung wird in einer Beziehung relativ häufig als Manipulationsmittel angewendet.

Bis in das Mittelalter war die Verbannung eine schwere Strafe, die angewendet wurde, wenn jemand gegen die Regeln der Gemeinschaft verstoßen hatte. In jener, aber auch in früheren Zeiten war es sehr schwer, ohne Schutz und Versorgung durch die Gemeinschaft zu überleben. Vielleicht trägt diese Prägung aus der menschlichen Vergangenheit mit dazu bei, warum Alleinsein für uns so schwer ist.

Zugehörigkeit ist ein menschliches Grundbedürfnis

Betrachten wir das Wort „Alleinsein“ genau, stellen wir etwas Interessantes fest: Alleinsein heißt eigentlich, mit allem eins zu sein. Das ist letztlich ein sehr angenehmer Zustand, den praktisch jeder Mensch, egal, ob er es weiß oder nicht, anstrebt. Warum das so ist, habe ich in diesem Artikel beschrieben. Wir tragen alle einen Trennungsschmerz in uns, der entstand, als sich unsere Person entwickelte.

Diesen Schmerz möchten wir überwinden und zur Ganzheit zurückfinden. Im Zustand des Alleinseins im wörtlichen Sinne gibt es keinen Anderen, kein Gegenüber, weil es nur eine Einheit gibt, die erfahren wird. Einheit zu erfahren ist identisch mit dem Empfinden von Liebe. Wobei „erfahren“ und „empfinden“ hier eigentlich keine geeigneten Wörter sind, weil hier niemand mehr ist, der erfahren oder empfinden könnte: Die Selbstidentifikation hat sich in der Einheit aufgelöst.

Es stellt sich die Frage, wie es dazu kam, dass dieser eigentlich positive Begriff heute in der Regel ganz anders verwendet wird. Das Gleiche gilt für das Wort „Einsamkeit“. Es beschreibt im eigentlichen Sinne auch den Zustand des Eins-Seins. Beiden Fällen, Einsamkeit in der Einheit und Einsamkeit aufgrund von Isolation, ist gemein, dass kein Anderer vorhanden ist. Im zweiten Fall wird das Nichtvorhandensein eines anderen als Schmerz erfahren, weil Zugehörigkeit ein menschliches Grundbedürfnis ist.

Einsamkeit überwinden

Um den Zustand der Einsamkeit zu überwinden gibt es grundsätzlich zwei Wege: Den nach Außen und den nach Innen. Ersterer würde bedeuten, die (gefühlte) Isolation zu verlassen und Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen. Es wäre möglich, Veranstaltungen zu besuchen, wie Ausstellungseröffnungen, Konzerte, Seminare oder Kurse, in denen es leicht ist, Verbindung zu anderen Menschen aufzunehmen. Eine Möglichkeit, mit dem anderen eine Verbindung aufzubauen ist leicht gefunden. Kommt das Gespräch in Gang und ist der andere sympathisch, kann man sich zu weiteren Treffen verabreden, und es entsteht vielleicht eine Freundschaft oder Partnerschaft. Das klappt vielleicht nicht sofort und es ist der Besuch mehrerer Veranstaltungen nötig, bis sich erste Erfolge abzeichnen, aber jede Unternehmung ist eine Möglichkeit zu üben. So könnte der Weg, die Einsamkeit im Außen zu überwinden aussehen – für manche Menschen aber nur theoretisch.

Im Inneren liegt der Schlüssel

Wer sich schon einmal einsam gefühlt hat, weiß, dass es sehr schwer sein kann, diese Schritte nach außen zu unternehmen. Es funktioniert, wenn die Ursache für die Einsamkeit lediglich darin besteht, dass man sich nicht um Begegnungen bemüht hat. Doch meistens liegen die Ursachen tiefer. So kann es sein, dass jemand viele Kontakte hat, zum Beispiel bei der Arbeit oder im Verein, sich aber trotzdem einsam fühlt. Um eine Lösung zu finden, ist es sinnvoll zu untersuchen, was Einsamkeit eigentlich ist.

Einsamkeit ist keine Charaktereigenschaft, kein Makel und sie ist nicht unüberwindlich. Sie ist ein Gefühl. Die Ursachen dieses Gefühls können vielfältig sein. Manche fühlen sich einsam, weil sie keinen Austausch mit anderen Menschen haben. Andere haben Austausch mit anderen, fühlen sich aber einsam, weil sie niemanden haben, mit dem sie über das sprechen können, was sie im Innersten bewegt oder weil sie sich nicht verstanden fühlen. Wieder andere haben viele Freunde, aber keinen Lebenspartner, und fühlen sich deswegen einsam. Es kommt auch vor, dass jemand ein ständiges Grundgefühl der Einsamkeit hat, ohne dass ein Grund dafür bekannt wäre.

Die tatsächlichen Ursachen für ein Gefühl der Einsamkeit liegen fast immer im Innern. Es ist möglich allein zu sein, auch über einen längeren Zeitraum, ohne sich einsam zu fühlen. Einsamkeit resultiert meistens eher aus der Bewertung der eigenen Situation. Die Bewertung resultiert aus einem Mangelgefühl oder einem Vergleich mit Anderen. Einer der sinnvollsten Wege, um die Einsamkeit zu überwinden, ist meiner Meinung nach, Frieden mit sich selbst und der eigenen Situation zu finden, ohne diese nötigerweise zu verändern. Das Gefühl des Alleinseins ist tatsächlich von den äußeren Umständen unabhängig. Natürlich sind wir Menschen soziale Wesen und gehören in eine Gemeinschaft, doch das Leiden unter dem Alleinsein ist am leichtesten zu beenden, indem wir mit uns selbst ins Reine kommen und Erfahrungen aus der Vergangenheit hinter uns lassen.

Frieden finden mit sich selbst

Hier sind einige Gründe für das Alleinsein:

  • Jemand fühlt sich minderwertig.
  • Jemand ist der Meinung nicht liebenswert zu sein.
  • Jemand hat ein ungewöhnliches Verhalten.
  • Jemand hat hohe Ansprüche an sich selbst.
  • Jemand hat hohe Ansprüche an die anderen.
  • Jemand meint, den Ansprüchen andere nicht zu genügen.
  • Jemand mag sich selbst nicht.
  • Jemand empfindet die Welt als feindlich.
  • Jemand hält sich für besser.
  • Es scheint niemanden auf „gleicher Wellenlänge“ zu geben.
  • Jemand fühlt sich unverstanden.
  • Jemand trägt Groll mit sich herum.
  • Jemand ist verletzt worden.
  • Jemand ist enttäuscht worden.
  • Jemand hat bestimmte moralische oder religiöse Vorstellungen.
  • Jemand kann Nähe nicht ertragen.
  • Jemand meint, seinen Freiraum haben zu müssen.
  • Jemand fühlt sich nicht frei, zu tun, was er möchte.

Diese Gründe können sowohl ein generelles Gefühl der Einsamkeit als auch einen Mangel an Bezugspersonen erzeugen. Es zeigt sich deutlich, dass die Ursache in dem Betreffenden selbst liegt. Ja, es mag sein, dass er oder sie von einer anderen Person verletzt oder enttäuscht wurde, aber es ist seine Verantwortung,  wie er oder sie darauf reagiert und daran festhält. So befreien Sie sich vom Gefühl der Einsamkeit: Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre eigenen Erlebnisse und Gefühle.

Was Sie tun können, um Ihre Situation zu verändern

  1. Aktiv werden. Die erste Möglichkeit ist bereits oben beschrieben. Werden Sie aktiv, gehen Sie raus und lernen Sie Menschen kennen (sofern zu wenige Menschen in Ihrem Leben das Problem sind).
  1. Hindurchfühlen. Erlauben Sie sich selbst, Ihre Einsamkeit zu spüren. Einsamkeit ist ein Gefühl. Es hat aus sich selbst heraus keine Bedeutung. Außer: Gefühle wollen gefühlt werden. In der Regel lösen sie sich auf, wenn sie bis zum Ende gefühlt wurden. Und das geht so: Legen Sie Ihren Widerstand und Ihre Bewertungen so gut wie möglich zur Seite. Fragen Sie sich, was in Ihnen ist, dass Sie einsam sind. Ist da ein Groll, eine Verletzung oder Vorwürfe? Haben sie bestimmte Überzeugungen, die sie ausbremsen? Fühlen Sie sich selbst nicht wert zu bekommen, was Sie sich wünschen? Haben Sie ein Verhalten, das Sie bei anderen anecken lässt? – Lassen Sie sich ganz in das Gefühl des Alleinseins hineinfallen. Fühlen Sie die Traurigkeit, Verzweiflung, Hilflosigkeit oder was sonst damit verbunden ist. Lassen Sie sie raus. Es kommt dann der Moment, indem sich das Gefühl plötzlich auflöst und sich Frieden einstellt. Meisterns ist das verbunden mit einer Erkenntnis. Es ist für manche nicht einfach dies allein zu tun. Vertrauen Sie sich einem Freund oder einer Freundin an.
  1. Werkzeuge nutzen. Sie können auch eine Methode wie diese anwenden, um das Gefühl der Einsamkeit aufzulösen. Tun Sie dies Schritt für Schritt. Seien Sie geduldig mit sich selbst. Seien Sie ehrlich sich selbst gegenüber. Vergeben Sie, hören Sie auf, sich selbst und andere abzuwerten und zu vergleichen. Überprüfen und bereinigen Sie Ihre eigenen Glaubenssätze in Bezug auf die Einsamkeit, denn diese definieren, wie Sie sich selbst erleben.
  1. Hilfe holen. Sollten Sie sich selbst nicht aus der Einsamkeit befreien können, suchen Sie sich professionelle Hilfe. Das gilt generell immer dann, wenn Sie das Gefühl haben, mit einer Situation alleine nicht mehr klarzukommen. Es ist mit Unterstützung eines Therapeuten meistens relativ leicht, die Ursachen der Einsamkeit zu finden und aufzulösen. Ein unabhängiger Standpunkt kann Ihnen neue Perspektiven geben und Sie dabei unterstützen, sich von den Gründen für das Gefühl der Einsamkeit zu befreien.

Sie werden staunen, wie relativ einfach es ist, den Zustand der Einsamkeit hinter sich zu lassen. Menschen, die sich allein fühlen, haben häufig einen Grund dazu. Entziehen Sie vergangenen Erlebnissen oder den Erinnerungen ihre Macht über Sie. Befreien Sie sich in einen Raum des Selbstvertrauens und der Lebendigkeit hinein.

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Ursachen, Folgen – und drei konkrete Wege aus der Angst

Alle Menschen berührt das Thema Angst. Angst ist ein Grundgefühl, das uns eigentlich schützen soll. Die konkrete Furcht vor einem heranfahrenden LKW ist durchaus begründet und sinnvoll, wenn ich mitten auf einer Straße stehe. Manchmal nervt Angst aber auch einfach nur.  Sie ist da, ohne konkrete Bedrohung oder ohne ersichtlichen Grund; so wie etwa die Angst vor Spinnen oder die Flugangst. In diesem Artikel nähern wir uns diesem Phänomen an und halten nach Lösungsansätzen Ausschau. Abschließend zeige ich Ihnen drei mögliche Wege, wie Sie mit Ängsten umgehen und sie loswerden können.

Konkrete Bedrohung oder diffuse Angst?

Bei konkreten Bedrohungen hilft es, die Situation zu verlassen. Ich verlasse die Straße, wenn ein Fahrzeug kommt. Ich nähere mich nicht dem Abgrund. Ich suche eine Geldquelle, um die Miete zahlen zu können. In solchen und ähnlichen Situationen können aktive Handlungen die Lösung darstellen, indem sie die Ursache der Angst beseitigen.

Anders sieht es bei Ängsten aus, deren Grund nicht offensichtlich ist. Warum hat jemand Angst vor einer Spinne? Hier in Mitteleuropa sind sie normalerweise harmlos. Warum hat jemand Angst vor dem Fliegen, fährt aber mit dem Auto ohne Probleme wöchentlich hunderte Kilometer, was statistisch nachweisbar um ein Vielfaches gefährlicher ist? Warum hat jemand Angst, vor einer Gruppe zu sprechen, obwohl er davon ausgehen kann, dass die Zuhörer ihm wohlgesonnen sind? Hier müssen wir tiefer gehen.

Man kann alles auch mit Angst tun!

Es ist grundsätzlich möglich, Dinge trotz beziehungsweise mit dem Gefühl der Angst zu tun: Auf Spinnen zuzugehen und sie anzufassen. In das Flugzeug einzusteigen und loszufliegen. Sich auf die Bühne zu stellen und Vorträge zu halten. Die wiederholte Erfahrung, dass es doch gut ging und das Befürchtete nicht eingetreten ist, schleift die Angst ab, und irgendwann verschwindet sie ganz. Doch eine solche Herangehensweise ist sehr unkomfortabel. Sie erfordert viel Mut und ist jedes Mal mit einer großen Überwindung verbunden.

Neben den Ängsten vor etwas Bestimmtem können sich auch diffuse Ängste zeigen, die als grundlegendes Gefühl wahrgenommen werden. Beispielsweise stellt sich morgens nach dem Aufwachen ein Gefühl von übler Ungewissheit oder eine unbestimmte Existenzangst ein. Manchmal sind Ängste an Handlungen geknüpft, beispielsweise das Leeren des Postkastens. Es wird eine Beklemmung gespürt, gekoppelt mit der Sorge, dass schlechte Nachrichten in der Post sein könnten, obwohl dazu eigentlich kein Grund besteht.

Woher kommt diese Angst nur?

Der Auslöser ist häufig nicht zu erkennen, die Angst scheint einfach so aufzutauchen. Dies lässt es meistens unmöglich erscheinen, diese Ängste in den Griff zu bekommen: Wie soll man etwas bearbeiten, das einfach da ist und dessen Ursache sich nicht beseitigen lässt, weil sie gar nicht bekannt ist?

Dazu muss man sich zuerst verdeutlichen, woher solche diffusen Ängste überhaupt kommen. Denn tatsächlich hat jede Angst einen Auslöser, eine Ursache. Menschen werden nicht mit Ängsten geboren. Diese sind in der Regel Widerspiegelungen alter, vergessener Erfahrungen. Ängste werden meistens durch verletzende, überwältigende oder überfordernde Erlebnisse entwickelt. In der Regel wurden ein Verlust, Alleinsein, ein Gefühl der Ohnmacht oder Hilflosigkeit erlebt. Die starke emotionale Ladung brennt das Erlebnis in das Nervensystem ein. Die Art der Angst, die entsteht, muss der Ursache nicht ähnlich sein.

Der Angst vor Spinnen liegt selten ein Erlebnis mit Spinnen zugrunde. Oft stehen dahinter in Wirklichkeit etwa Missbrauchserfahrungen oder andere verdrängte Verletzungen. Die Angst vor schlechten Nachrichten im Briefkasten kann auf einem frühen Erlebnis basieren, in dem sich das Kind sich einer Situation nicht gewachsen fühlte, förmlich von ihr überwältigt wurde.

Wenn Ängste die Lebensqualität einschränken

Die Wiederholung einer Angst kann einen Automatismus entstehen lassen. Das Gefühl wird hervorgerufen, wenn ein bestimmter Reiz ausgelöst wird. Beispiel: Ein Kind fühlt sich häufig alleingelassen, weil sein alleinerziehender Vater trinkt und sich nicht adäquat um es kümmert. Es ist möglich, dass dieser Mensch später Angst empfindet, wenn er mit alkoholisierten Menschen zu tun hat.

Die Lebensqualität und die Lebensfreude werden von Ängsten stark dezimiert. Die Betroffenen fühlen sich oft hilflos im Angesicht ihrer Empfindungen und denken, etwas stimme mit ihnen nicht. Manche versuchen ihr Dilemma zu lösen, indem sie sich  mit ihren Zuständen arrangieren, oder sie vermeiden alle Situationen, in denen die Ängste auftreten könnten.

Dies schränkt die eigenen Möglichkeiten sehr ein und manche Lebensbereiche können gar nicht gelebt werden. Zudem verlagern sich die Ängste damit meistens nur, gehen aber nicht weg, so dass die Zahl der potenziell bedrohlichen Situationen ständig wächst.

Die gute Nachricht: Ängste kann man wieder loswerden!

Die gute Nachricht ist: Da Ängste erworben sind, lassen sie sich, die nötige Bereitschaft vorausgesetzt, auch wieder auflösen. Der Weg, die Angst zu überwinden, hängt vor allem davon ab, wie stark die emotionale Ladung des zugrunde liegenden Erlebnisses ist und wie tief es sich ins Bewusstsein geprägt hat. Im Folgenden nenne ich drei Möglichkeiten, wie man vorgehen kann, um die Ängste zu überwinden, begonnen mit nicht so starken Ängsten bis hin zu sehr starken.

Drei Wege aus der Angst

 

  1. Für ein anderes Gefühl entscheiden

Machen Sie sich klar, dass die Angst, die Sie empfinden, ein Gefühl ist, wie jedes andere. Sie selbst erzeugen dieses Gefühl, niemand anders. Entscheiden Sie sich bewusst, ein anderes Gefühl statt der Angst zu empfinden. Dieses Gefühl können Sie erzeugen, in dem Sie sich an eine Situation erinnern, in der Sie sich wohlgefühlt haben. Angenommen, Sie werden mit einem Angstgefühl wach. Erinnern Sie sich absichtsvoll an einen Moment in einem Urlaub, den Sie sehr genossen haben. Erleben Sie diese Erinnerung in ihrer Vorstellung mit all Ihren Sinnen. Machen Sie sich diese Herangehensweise zur Gewohnheit – ersetzen Sie also die unerwünschte Angewohnheit durch eine bewusst gewählte. Nach einer gewissen Zeit wird die Angst nicht mehr auftreten. Das ist tatsächlich in vielen Fällen genauso einfach, wie es klingt. Ich habe es bei Klienten erlebt, dass  sich, konsequente Anwendung voraussetzt, selbst jahrzehntealte Ängste auflösten. Es steckt eben viel Wahrheit in dem Spruch, dass der Mensch ein Gewohnheitstier sei.

  1. Mit Methode und nach Anleitung bearbeiten

Nutzen Sie die Methode, die ich in diesem Artikel beschrieben habe. Dort ist ein Beispiel mit der Bearbeitung einer Angst beschrieben. Diese Methode ist sehr machtvoll, weil sie alle Ebenen anspricht, die zur Auflösung von persönlichen Mustern notwendig sind: die mentale, emotionale und neuronale. Ich empfehle zu Anfang nicht mit stark geladenen Themen anzufangen. Üben Sie den Umgang mit der Methode zuerst mit einfacheren Themen und machen Sie sich mit ihr vertraut.

Wenn Sie die Anleitung beachten, können Sie höchstwahrscheinlich bereits nach einigen Anwendungen mit einer Linderung rechnen. Denken Sie daran, wie in dem verlinkten Beitrag beschrieben, auch weitere Aspekte zu behandeln, die in Ihr Bewusstsein treten.

  1. Professionelle Unterstützung holen

Gelingt es Ihnen mit den vorgestellten Ansätzen nicht selbst, Ihre Angst zu überwinden, suchen Sie sich am besten erfahrene Hilfe. Wenn die empfundene Bedrohung sehr hoch ist, wenn die Ängste den Alltag massiv einschränken oder sich gar das Empfinden einstellt, dass sie gar nicht mehr zu handhaben sind, dann sollten Sie nicht zu lange allein damit bleiben, sondern schnell handeln. Das gilt auch für Ihnen nahestehende Menschen, bei denen Sie so etwas beobachten. Es ist keineswegs eine Schwäche, sondern zeugt im Gegenteil von Selbstreflektion und Lösungsorientiertheit, sich bei bestimmten Problemen professioneller Unterstützung zu versichern.

Wie viele Sitzungen eine solche psychotherapeutische Behandlung umfassen soll, lässt sich nicht pauschal sagen. Meiner Erfahrung nach lassen sich aber gerade Ängste sehr gut behandeln. Bei vielen Ängsten stellt sich bereits nach einer Sitzung eine nachhaltige Besserung ein; manchmal sind zwei oder drei Sitzungen erforderlich, um komplexeren Ängsten auf den Grund zu gehen. Das hängt von vielen Faktoren und den persönlichen Mustern und Strukturen des einzelnen ab. Oft verschwinden mit der Angst auch andere Probleme oder Einschränkungen wie von selbst gleich mit.

Stellen Sie sich vor, Sie haben Ihre Angst aufgelöst. Sie haben endlich die Selbstbestimmung in den betroffenen Bereichen zurückgewonnen! Es ist also lohnenswert, die eigenen Ängste anzugehen; am besten sofort. Ich wünsche Ihnen dafür alles Gute!

Auch interessant:
Die Flugangst besiegen

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Eine neue Perspektive befreit aus der Begrenzung der Person

Dieses Video nähert sich mit einem Experiment dem Dasein jenseits der persönlichen Identifikation an. Es ist auch im Artikel Annäherung nachzulesen. Dieses Experiment wendet sich nicht an Ihre Vernunft. Sie hilft hier nicht weiter. Wenn Sie sich jedoch auf das unmittelbare Erleben einlassen und ihre Gedanken einmal bei Seite lassen (der Verstand ist eh nur ein sehr kleiner Teil Ihrer Existenz), bietet sich Ihnen die Gelegenheit, eine bedeutende Entdeckung zu machen.

Wir nähern uns dem an, was die Mystiker „Erleuchtung“ nennen. Erleuchtung hat jedoch nichts mit einer persönlichen Erfahrung zu tun, sondern mit dem Gewahrsein der Ganzheit. Hier gibt es keine Person mehr. Manch einem mag das esoterisch oder spirituell erscheinen. Ist es jedoch gar nicht. Es ist eine Sichtweise, die jedem immer offensteht. Sie braucht kein Etikett, denn sie offenbart unser natürliches Wesen, das normalerweise von der Identifikation mit dem Ich überdeckt ist.

Schauen Sie sich das Video an und machen Sie bei dem Experiment mit. Entdecken Sie eine neue Perspektive jenseits der Person, den Klaren Raum. Auch, wenn Ihr Eindruck nur kurz war, haben Sie das Klare Sehen erfahren. Es wird gesehen oder nicht. Es gibt hier kein Zwischending. Der Klare Raum, den Sie wahrnehmen, kann anfangs klein sein. Wenn Sie ihn weiter untersuchen, werden Sie feststellen, dass er ohne Grenzen ist. Er enthält alles, was ist: Ihren Körper, Ihre Gedanken, Ihre Gefühle, andere Menschen, Tiere, Bäume und alle Gegenstände.

Dies ist der Ursprung Ihrer Existenz, aller Existenz. Entscheiden Sie selbst, was es für Sie bedeutet. Das Klare Sehen macht eigene Muster transparenter, gibt inneren Frieden und lässt vielleicht sogar die Gedanken zur Ruhe kommen, in die wir uns so leicht verwickeln. Schalten sie immer wieder in allen Situationen das Klare Sehen ein. Sie werden feststellen, dass alles etwas leichter ist.

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Probleme und Krisen lösen

In den vorherigen Videos war die Rede davon, dass unsere persönlichen Bewusstseinsmuster die Realität definieren, die wir erleben. Ich erklärte, was persönliche Muster sind und wie sie identifizieren werden können. In diesem Video zeige ich eine Methode, die es ermöglicht, diese Muster und die Probleme, die sie verursachen, wirkungsvoll aufzulösen. Sie ist leicht zu erlernen und einfach anzuwenden. In diesen Artikeln können Sie die Einführung und Anleitung zu dieser Methode nachlesen.

Die Anwendung erfolgt nach einem klaren Ablauf. Wenn Sie den Schritten folgen, müssten Sie bald eine Verbesserung spüren. Versuchen Sie diese Methode auch bei körperlichen Beschwerden!

Lernen Sie, Ihre inneren Zustände, Gefühle und Empfindungen selbst zu wählen!

Viel Erfolg!

Manchmal geschehen Dinge, die uns überwältigen und in starke Gefühle stürzen. In diesem Artikel beschreibe ich eine Möglichkeit, wie Sie mit solchen Situationen umgehen können, sodass sie schnell wieder Oberwasser bekommen und handlungsfähig werden.

Kennen Sie die Folge von „Star Trek – The Next Generation“ in der der Enterprise droht in einen Energiewirbel hineingezogen zu werden? Es war in etwa so: Die Besatzung der Enterprise stößt auf ein Phänomen im Weltraum. Die Besatzung will es untersuchen und stellt fest, dass sie dabei von ihm immer stärker angezogen werden. Bei einem Befreiungsversuch von der Anomalie weg werden ihre Maschinen so stark überlastet, dass das Schiff fast zerstört wird. Die Situation erscheint aussichtslos. Die Kraft der Maschinen reicht nicht, sich von dem Wirbel zu lösen und wenn sie in ihn hineingezogen würden, wäre eine Zerstörung ebenfalls sehr wahrscheinlich. Trotzdem befiehlt Captain Picard, das Schiff zu wenden und in den Wirbel hinein zu fliegen. Das Schiff übersteht die Passage und verlässt den Wirbel auf diese Weise tatsächlich unbeschadet.

Gefühle wollen nur gefühlt werden

Diese Metapher macht deutlich, wie wir selber Situationen handhaben können, in denen wir uns überwältigt, überfordert oder in einer Sackgasse fühlen: Gehen Sie hinein und hindurch. Das scheint manchmal bedrohlich, doch häufig ist es nachteiliger, diese Zustände andauern zu lassen und in ihnen gefangen zu sein. Ich erinnere mich, dass ich, vor langer Zeit, als sich meine damalige große Liebe von mir trennte, fast ein Jahr lang niedergeschlagen und traurig war. Ich hatte eben noch keinen Ansatz, um damit sinnvoll umgehen zu können. Ich war Opfer meiner Gefühle, wollte die Situation nicht akzeptieren und fühlte mich ungerecht behandelt und ziemlich hilflos.

In Sitzungen und durch meine Ausbildung erkannte ich, dass Gefühle einfach nur dazu da sind, gefühlt zu werden. Sie haben aus sich selbst heraus nichts Bedrohliches, was irgendwie schaden könnte. Ihre Funktion ist es, unseren inneren Zustand an die Realität anzupassen. Grundsätzlich gilt die Maxime: Die Realität hat immer Recht!

Sogenannte positive Gefühle können wir leicht zulassen. Wir lachen, freuen uns und fühlen uns gut. Bei den vermeintlich negativen ist das anders. Sie scheinen uns zu bedrohen und lassen uns schlecht fühlen, was wir natürlich nicht wollen. Wir bauen einen Widerstand gegen sie auf und wollen sie loswerden, am besten gar nicht erst wahrnehmen. Nachteil: Es bleibt Aufmerksamkeit an ihnen Gebunden und der Zustand, gegen den wir uns wehren, dauert an. Dazu kommt häufig, dass wir so konditioniert sind, diese Gefühle besser nicht zu zeigen: Wer wütend ist, hat sich nicht unter Kontrolle und wer traurig ist, ist eine Heulsuse. Das ist Humbug.

Widerstand ist zwecklos

Die Lösung für solche Situationen ist relativ einfach: Fühlen Sie, was Sie fühlen. Akzeptieren Sie Ihr Gefühl und lassen Sie sich darauf ein. Geben Sie den Widerstand auf. Es ist sicherlich nicht sinnvoll, das immer gleich dann zu tun, wenn die Emotionen auftreten. Machen Sie dies von der Situation abhängig. Im Büro loszuheulen, in einer Konferenz auszurasten oder auf der Straße zu wüten ist sicherlich wenig sinnvoll. Tun Sie es in einem geschützten Rahmen. Vertrauen Sie sich ihrem Partner oder Partnerin an, sprechen Sie sich mit guten Freunden aus und lassen Sie die Tränen laufen oder verprügeln Sie eine alte Matratze oder einen Sandsack im Keller. Vermeiden Sie, dass Sie sich dabei verletzten oder einen größeren Sachschaden anrichten. Holen Sie gegebenenfalls jemanden dazu, der Sie begleitet. So dramatisch braucht es in den meisten Fällen jedoch nicht zu verlaufen. Die Bereitschaft zu fühlen und dieses Gefühl auszudrücken reicht meistens aus. Allein den Widerstand gegen die Empfindung aufzugeben, löst sie meist schon auf.

Nachdem sich eine andere Frau von mir getrennt hatte, ging ich anders damit um: Ich fühlte die Wut, die Trauer, die Hilflosigkeit und die Verzweiflung. Ich weinte, verprügelte die Matratze meines Bettes und schrie in Kissen. Ich stellte mir vor, was ich alles verloren hatte, zu wem ich keinen Kontakt mehr haben und was ich nicht mehr erleben würde. Ich machte mir klar, dass diese Beziehung Vergangenheit war, akzeptierte es und nahm Abschied. Jede neue Welle an Gefühlen weinte und wütete ich heraus. Es dauerte vielleicht eine gute Stunde. Dann plötzlich war es vorbei. Die Emotionen hatten ihre Kraft verloren, die Gedanken an die Trennung schmerzten nicht mehr. Ein tiefer Friede stellte sich ein.

Dies funktioniert natürlich nicht nur bei Trennungsschmerzen, sondern bei jedem Gefühl. Dabei ist es gleichgültig, ob es subtil oder überwältigend ist. Und übrigens: Diese Herangehensweise ist eine sehr wirkungsvolle Prophylaxe gegen Depressionen.

Für die meisten Menschen ist es selbstverständlich, das Betriebssystem auf ihrem Computer oder die Apps auf ihrem Smartphone zu aktualisieren. Neue Versionen erweitern die Möglichkeiten der Nutzung und beseitigen Fehler. Diese Digitalhygiene ist zur alltäglichen Routine geworden, und es ist allgemein anerkannt, dass fehlende Updates oft ein regelrechtes Sicherheitsrisiko darstellen.

Weniger bekannt und verbreitet ist die Auffassung, dass auch das menschliche System von Zeit zu Zeit Unterstützung und Pflege braucht. Auch wir Menschen tragen eine Art Software mit uns herum. Sie nimmt ganz grundlegenden Einfluss auf unsere Kommunikation mit anderen ebenso wie auf die gesamte Lebensweise. Sie bestimmt, wie wir und was wir wahrnehmen. Unsere Software definiert, wer wir sind und was wir sind. Unsere Erfahrungen, Prägungen, Bewusstseinsinhalte steuern unsere persönlichen und fachlichen Fähigkeiten. Sie entscheiden darüber, wie kompetent wir unterschiedlichste Situationen meistern, und wie wir unser Leben gestalten und bewältigen.

Software oder persönliches Muster: das Prinzip ist dasselbe

Auf menschlicher Ebene spricht man eher von persönlichen Mustern als von Software, doch das Prinzip ist dasselbe. Wir haben geeignete und ungeeignete Programme, und manche haben auch Bugs, also Programmierfehler. Auffällig werden diese Störungen, wenn im Leben etwas geschieht, mit dem wir überfordert sind oder uns unwohl fühlen. Jede Art von Unwohlsein kann ein Indikator dafür sein, dass unsere persönlichen Muster angepasst werden könnten.

Es gibt Phasen im Leben, die besonders belastend sind und in denen wir uns besonders stark herausgefordert fühlen und an Veränderungen anpassen müssen. Das ist natürlich meistens mit einiger Irritation verbunden. Doch diese Phasen gehen vorbei. Ziehen sich jedoch bestimmte Gefühle, Empfindungen, Verhaltensweisen oder Angewohnheiten durch Ihr Leben, die Sie einschränken und unter denen Sie leiden, ist es Zeit, ein Update vorzunehmen.

Langjährige Therapien: heute eher die Ausnahme

Je nach Tiefe der Muster, die hinter Ihren unerwünschten Erlebnissen stehen, können diese Korrekturen in einer Therapie oder in einem Coaching vorgenommen werden. Wie jemand diese Software-Verbesserungen bezeichnet, ist grundsätzlich egal. Und: Nein, Psychotherapie hat überhaupt nichts damit zu tun, dass jemand „bekloppt“ oder sonstwie „nicht normal“ wäre – wie es manche Menschen bis heute abwertend behaupten. Lassen Sie sich davon nicht irritieren.

Der Nutzen eines solchen Updates mit professioneller Hilfe kann enorm und die Verbesserung der Lebensqualität kann erheblich sein. Auch haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten die Methoden weiterentwickelt. Oft erreichen Menschen selbstbestimmt schon mit kurzer Unterstützung bessere Erfolge als früher in jahrelangen therapeutischen Beziehungen möglich waren.

Stellen Sie sich vor, Sie könnten …

Stellen Sie sich vor, Sie hätten keine Angst mehr, wenn Sie ins Flugzeug steigen. Oder Sie könnten Ihre kreative Blockade einfach überwinden, wenn sie auftritt. Oder sie könnten leicht mit allen Ihren Mitarbeitern kommunizieren, auch denjenigen, mit denen Sie sonst nicht so gut zurecht kamen. Oder es macht Ihnen plötzlich Spaß statt Bauchschmerzen, vor einer großen Gruppe zu sprechen und Ihre Inhalte zu vermitteln. Oder Sie fühlen sich sicher in sich selbst und strahlen Gelassenheit aus. Oder Sie lassen die Verwicklungen der Vergangenheit endlich hinter sich. Oder Sie fühlen sich den Herausforderungen, die auf Sie zukommen, gewachsen. Oder, oder, oder …

Ich wende in der Arbeit mit meinen Klienten und für mich selbst Methoden an, die sehr wirkungsvoll und einfach in der Ausführung sind. Daraus entstanden ist mein Kurs „Mentale Revolution“, ein ganzes Set sinnvoller Werkzeuge zur Selbstanwendung. Dabei geht es nicht darum, zu Superman oder Superwoman zu werden, sondern sich in sich selbst wohl zu fühlen und die eigenen Ziele zu erreichen.

Fazit: nicht „bekloppt“, sondern reflektiert

Die Erfahrung zeigt, dass eine Software-Aktualisierung auch für Menschen sehr wertvoll ist. Ganz gleich, ob Sie es Therapie, Coaching oder Beratung nennen und von wem Sie sich professionell unterstützen lassen: Menschen, die Ihr System pflegen, sind nicht „bekloppt“, sondern im Gegenteil, meiner Erfahrung nach in der Regel besonders reflektiert und verantwortungsbewusst.

Stress und Angst spontan reduzieren

Stress, Angst, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Minderwertigkeitsgefühle: Wenn wir in einer Situation unerwünschte Empfindungen erleben, dann stehen unerkannte und nicht aufgelöster Muster oder frühere Erlebnisse dahinter. Diese kann man herausfinden und bearbeiten. Allerdings nützt uns das wenig, wenn wir im Vorraum eines wichtigen Vorstellungsgesprächs oder einer Präsentation sitzen; wenn wir in einem privaten Konflikt um Fassung ringen; wenn wir uns mitten in einer sehr unangenehmen Situation finden, in der wir keinen klaren Gedanken fassen können.

Hier bietet eine einfache Übung sofortige Abhilfe, die Sie überall spontan ausführen können:

Die Stirnbeinhöcker-Übung

Setzen Sie sich an einen Tisch, stützen Sie die Ellenbogen auf den Tisch oder eine andere Ablagefläche und legen Sie Zeige- und Mittelfingen beider Hände auf die beiden Stirnbeinhöcker an Ihrer Stirn. Die Abbildung zeigt, wo die Stirnbeinhöcker liegen. Sie können die kleinen Erhebungen leicht tasten.

Nun stellen Sie sich Ihre zukünftige Situation, das Gespräch vor, mit allen Aspekten, die Ihnen ein ungutes Gefühl machen. Fühlen Sie die Empfindungen, die Sie jetzt dazu haben und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit gleichzeitig auf die Fingerspitzen, die Ihre Stirn leicht berühren. Bleiben Sie bei einem Gefühl so lange, bis es sich auflöst und Sie ein leichtes Pulsieren in den Fingerspitzen fühlen. Dann gehen Sie zur nächsten Empfindung. Machen Sie das so lange, bis Sie unbelastet an das kommende Gespräch denken können.

Viele meiner Klientinnen und Klienten wenden diese Übung in allen unerwünschten Situationen an. Interessanterweise berichten sie, dass die gleiche Situation beim nächsten Mal oft schon viel weniger belastet ist oder die betreffende unerwünschte Emotion insgesamt immer seltener auftritt.

Probieren Sie es einfach selbst aus! Ich freue mich über Feedback und Erfahrungsberichte.

Mit herzlichem Gruß
Ulrich Heister

Ich gehe davon aus, dass Sie den Zustand des Klaren Sehens, den klaren Raum, wie im vorhergehenden Artikel beschrieben, erlebt haben. Haben Sie auch das Experiment mit den geschlossen Augen gemacht und die Unendlichkeit Ihres Gewahrseins erfahren? Haben Sie auch einmal nachts in den Sternenhimmel geschaut und gesehen, dass Ihr Gewahrsein sogar die Sterne beinhaltet? Und darüber hinaus geht? Wie könnten Sie sich all dessen gewahr sein, wenn das Gewahrsein, der klare Raum, der Sie sind, dies nicht beinhalten würde?

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Wie bereits gesagt, liegt jede Form von Unwohlsein, wie zum Beispiel Stress, Angst, Minderwertigkeitsgefühle, Hilflosigkeit, Verwirrung, Haltlosigkeit oder Unsicherheit darin begründet, dass wir eine Dissonanz mit der Realität, mit dem, was ist, haben. Daher sind die besten Ansätze damit fertig zu werden die, die uns wieder in Frieden bringen, mit dem was wir erleben. In diesem Artikel stelle ich weitere Möglichkeiten vor, dies zu erreichen.

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Heil zu sein heißt im ganzheitlichen Sinne im Einklang mit dem Sein, der Realität, zu sein. Das umfasst alle Existenzebenen und -bereiche. Unwohlsein, egal welcher Stärke, auf mentaler, emotionaler oder körperlicher Ebene, ist ein Anzeichen für eine Dissonanz mit der Realität. Wenn diese ignoriert, nicht hinterfragt und nicht aufgelöst wird, kann sie sich bis hin zu körperlichen Symptomen verstärken. Die mechanistische Medizin leistet gute Dienste, diese durch Behandlungen, Operationen oder Medikamenten zu reparieren. Die wahre Ursache bleibt dabei meistens unbeachtet.

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Diese Methode ist natürlich eine von mehreren Methoden. Wie wir gesehen haben, brauchen wir für ein selbstbestimmtes, reflektiertes Leben ein Werkzeug, mit dem wir akute oder chronische emotionale und mentale Zustände handhaben können. Oder mit dem wir Überzeugungen auflösen oder verstärken können, um unsere erlebte Realität zu verändern. In diesem und dem nächsten Artikel stelle ich die Methode vor und erkläre sie, damit Sie sie für sich selber anwenden können.

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Wir haben gesehen, dass Menschen ein enormes kreatives Potential besitzen.  Unsere Glaubenssätze bestimmen, was wir und wie wir es erleben. In diesem Artikel sehen wir, was diese kreative Energie ist, warum Glaubenssätze unterschiedlich stark sind und wie wir unsere Wahrnehmung schärfen können.

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Überzeugungen definieren uns als Person, d.h. unseren Charakter, unser Fühlen, Denken, Handeln und wie wir nach außen wirken. Sie sind lebensbestimmend. Wir haben sie durch freie Wahl oder Indoktrination angenommen. Da wir sie selbst gewählt haben, sind wir auch diejenigen, die sie ändern können. Das ist der Schlüssel, der uns vom Opfer der Umstände in ein selbstbestimmtes Wesen verwandelt.

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Der Mensch des ersten Paradigmas befindet sich in einer Art Hypnose. Wie automatisch reagiert er auf die Reize seiner Umwelt. Häufig ist er in Konventionen gefangen. Er ist in das Spiel des Lebens involviert und hinterfragt sein Dasein kaum. Wenn er erfolgreich ist, dann eher aufgrund seiner starken Motivation und seinem großen Energieaufwand. Das zweiten Paradigma bietet ganz neue Möglichkeiten. Daher wird es hier nun auch wesentlich spannender.

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Seit Menschen ihren Verstand benutzen, haben sie Probleme. Noch schlimmer ist es geworden, seit sie denken, sie seien ihr Verstand. Aber der Reihe nach.

Fast alle Menschen gehören diesem Paradigma an. Vom Penner bis zum Topmanager, vom Ärmsten bis zum Reichsten, vom geistigen Tiefflieger bis zum Akademiker, vom Rationalisten bis zum Kleriker, vom Ottonormalverbraucher bis zum Spitzenpolitiker und vom Looser bis zum Macher.

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