Die Methode, Anleitung

    Mit diese Methode wird es möglich, unerwünschte akute oder chronische Zustände auf mentaler, emotionaler und körperlicher Ebene zu handhaben. Das hier vorgestellte Instrument ist hoch wirkungsvoll. Nehmen Sie sich Zeit, um sich in das Verfahren einzuarbeiten und vertiefen Sie die Erfolge durch regelmäßige Anwendung. Bitte beachten Sie, was ich im vorhergehenden Artikel und im Impressum unter Nutzungsbedingungen geschrieben habe.

    Die grundlegende These dieser Methode ist folgende: Die Ursache aller negativen Emotionen und Beschwerden liegt im Energiesystem des Körpers begründet. Folglich lassen sich die unerwünschten Zustände durch die Beseitigung der energetischen Irritation im Kontext des belastenden Themas auflösen. Der unten stehende Ablauf zeigt, wie das geht. Nachfolgend werden alle Schritte im Einzelnen erklärt. Wir beziehen uns hier auf das Meridiansystem der traditionellen chinesischen Medizin.

    1. Definition des Themas
    2. Einschätzung der Intensität
    3. Setup
    4. Sequenz
    5. Synchronisierung
    6. Sequenz
    7. Einschätzung der Intensität
    8. Setup modifiziert, falls das Thema nicht gelöst ist
    9. Sequenz modifiziert
    10. Synchronisierung
    11. Sequenz modifiziert
    12. Weiter mit Schritt 7.

    Die Schritte im Einzelnen

    1. Definition des Themas

    Zu allererst legen Sie fest, um was es geht. Sie beschreiben das Unwohlsein, das Sie bearbeiten möchten, kurz mit Worten. Welche Aussage trifft das Problem am besten? Beispiele: „Angst vor Spinnen.“ „Verspannung in der Schulter.“ „Mich benachteiligt fühlen.“ „Ziehender Kopfschmerz rechts.“ Die Formulierung sollte für Sie stimmig sein. Beschreiben Sie das Problem als das, was es ist. Wenn es nicht klar benannt werden kann, ist auch folgende Bezeichnung möglich: „Das merkwürdige Gefühl im Bauch.“

    2. Einschätzung der Intensität

    Nun schätzen Sie, auf einer Skala von Null bis Zehn, ein, wie intensiv das Gefühl, die Empfindung oder die Wahrnehmung ist. Null entspräche keiner Intensität oder Ladung. Zehn ist die größte Intensität oder Ladung, die Sie kennen oder sich vorstellen können. Der Wert sollte eindeutig sein. Eine 7,5 ist auch möglich. Merken Sie sich die Zahl oder notieren Sie sie.

    3. Setup

    Das Setup hat die Aufgabe die Psychoenergetische Umkehrung aufzuheben. Die Psychoenergetische Umkehrung ist das Phänomen, dass die Absicht etwas zu ändern schwächer ist, als das energetische Muster, das der Änderung entgegensteht. Es sind die Muster, die unsere Vorhaben sabotieren, energetische Blockaden. Jeder kennt sie als die eigenen guten Vorsätze, aus denen doch nichts geworden ist.

    Das Setup korrigiert die Psychoenergetische Umkehrung, sodass die Anwendung vom sabotierenden Muster nicht gestört werden kann. Keine Behandlung, egal ob psychotherapeutisch oder medizinisch, kann erfolgreich sein, wenn eine Psychoenergetische Umkehrung vorliegt.

    Das Setup erfolgt, indem Sie den „sore spot“ (siehe Abbildung, englisch für wunder Punkt) reiben und dreimal den Setupsatz sagen. Der „sore spot“ liegt ca. 10 cm unter dem Kehlgrübchen (oberes Ende vom Brustbein) und ca. 10 cm nach links oder rechts. Auf welcher Seite Sie ihn reiben, spielt keine Rolle. Am besten reiben Sie ihn mit drei Fingern (Zeige- bis Ringfinger).

    Während des Reibens sagen Sie dreimal den Setupsatz. Er wird wie folgt formuliert. „Auch wenn ich „Problem“ habe, liebe und akzeptiere ich mich vollkommen so, wie ich bin.“ Bei „Problem“ setzen Sie Ihr Thema ein. Zum Beispiel: „Auch wenn ich Angst habe vor Gruppen zu sprechen, liebe und akzeptiere ich mich vollkommen so, wie ich bin.“ „Auch wenn ich Schulterverspannungen habe, liebe und akzeptiere ich mich vollkommen so, wie ich bin.“ Versuchen Sie den zweiten Teil des Satzes so gut wie möglich zu fühlen.

    4. Sequenz

    Nun werden, während das Thema gegenwärtig gehalten wird, die End- bzw. Anfangspunkte von Meridianen durch Klopfen stimuliert. Dadurch wird die energetische Struktur des Problemthemas ausgeglichen und entladen. Das ist meistens bereits nach einer Anwendung deutlich zu spüren.

    Die Punkte sind kräftig, etwa fünf- bis siebenmal, mit ein oder zwei Fingern zu klopfen. Weh zu tun braucht es allerdings nicht. Die Punkte liegen spiegelsymmetrisch auf beiden Körperhälften. Auf welcher Seite Sie klopfen ist gleichgültig. Gehen Sie nach der Reihenfolge auf der Abbildung vor.

    Jedes Mal, wenn Sie einen Punkt bearbeiten, sagen Sie ihr Problemthema kurz formuliert, um es gegenwärtig zu halten und um es mit der Anwendung zu assoziieren. Zum Beispiel „Angst vor einer Gruppe zu sprechen.“ oder „Schulterverspannung rechts.“

    Die Lage der Punkte und die Bezeichnung nach der traditionellen chinesischen Medizin (siehe Abbildung):

    1. Am inneren Anfang der Augenbraue an der Nasenwurzel auf dem Knochen der Augenhöhle (Bl2).
    2. Am äußeren Augenwinkel auf dem Knochen der Augenhöhle (Gb1).
    3. Unter der Pupille auf dem Jochbein (Ma1).
    4. Zwischen Nase und Oberlippe (GG27).
    5. Zwischen Kinn und Oberlippe (ZG24).
    6. In einer kleinen Grube unter dem Gelenk von Schlüssel- und Brustbein (Ni27).
    7. Auf der seitlichen Körperlinie ca. 10 cm unter der Achselhöhle (MP21).
    8. Daumen am Nagelbett auf der Außenseite (Lu11).
    9. Zeigefinger am Nagelbett auf der Daumenseite (Di1).
    10. Mittelfinger am Nagelbett auf der Daumenseite (KS9).
    11. Kleiner Finger am Nagelbett auf der Daumenseite (He9).
    12. Oberes Drittel der Handkante (Dü3).Punkte PeD

    5. Synchronisierung

    Jeder Mensch hat die Tendenz, die rechte (emotionale, kreative) oder linke (rationale, analytische) Gehirnhälfte verstärkt zu nutzen. Gerade im Stress, (negative Gefühle, Schmerzen, etc. sind Stress) neigen wir dazu, eine Gehirnhälfte abzuschalten und einseitig zu werden. Der eine trennt sich von seinen Gefühlen und wird sachlich, die andere wird emotional und kann nicht mehr klar denken. Die Synchronisierung gleicht die Aktivität der Gehirnhälften in Bezug auf das Problemthema aus.

    Dazu wird der Synchronisierungspunkt auf dem Handrücken geklopft und einige, zugegebenermaßen, etwas bizarre Übungen gemacht. Der Synchronisierungspunkt liegt zwischen dem vierten und fünften Mittelhandkochen im gleichseitigen Dreieck mit den Grundgelenken des Kleinen- und des Ringfingers (siehe Abbildung).

    Während Sie diesen Punkt klopfen, führen Sie folgende kleine Übungen durch:

    1. Augen schließen.
    2. Augen öffnen.
    3. Nach ganz unten rechts gucken, ohne den Kopf zu bewegen.
    4. Nach ganz unten links gucken, ohne den Kopf zu bewegen.
    5. Mit den Augen in einem großen Kreis kreisen.
    6. Mit den Augen in die andere Richtung kreisen.
    7. Kurz eine beliebige Melodie summen
    8. Laut von ein bis fünf zählen
    9. Kurz eine beliebige Melodie summen

    6. Sequenz wiederholen

    Hier klopfen Sie wie bei 4. wieder die Akupunkturpunkte und sagen Ihr Problemthema kurz formuliert bei jedem Punkt.

    7. Einschätzung der Intensität

    Nun schätzen Sie wieder, auf der Skala von Null bis Zehn, ein, wie Intensiv das Gefühl, die Empfindung oder die Wahrnehmung ist. Ist die Intensität Null, dann ist Ihr Problemthema aufgelöst. Herzlichen Glückwunsch! Der behandelte Aspekt ist damit für immer aufgelöst. Es können sich mit der Zeit weitere Aspekte Ihres Themas zeigen. Bearbeiten Sie diese dann auch mit dieser Methode.

    Ist die Intensität gesunken, aber noch nicht Null, wiederholen Sie den Ablauf leicht modifiziert (Schritt 8.).

    Ist die Intensität, vor allem nach mehreren Durchgängen, gleich geblieben, liegt sehr wahrscheinlich ein weiterer Aspekt Ihres Problemthemas vor, der noch bearbeitet werden will. Lesen Sie dazu bitte den Abschnitt „Aspekte“.

    8. Setup modifiziert

    Reiben Sie wieder, wie bei 3., den „sore spot“ und sagen Sie dreimal den Setupsatz. Diesmal allerdings in einer leicht veränderten Form. „Auch wenn da immer noch ein Rest von „Problem“ ist, liebe und akzeptiere ich mich vollkommen so, wie ich bin.“ Bei „Problem“ setzen Sie wieder Ihr Thema ein. Zum Beispiel: „Auch wenn da immer noch ein Rest Angst ist, vor Gruppen zu sprechen, liebe und akzeptiere ich mich vollkommen so, wie ich bin.“ „Auch wenn da noch ein Rest von den Schulterverspannungen ist, liebe und akzeptiere ich mich vollkommen so, wie ich bin.“

    9. Sequenz modifiziert

    Nun stimulieren Sie wieder die Meridianpunkte, mit dem Unterschied, dass Sie bei jedem Punkt „Rest Problem“ sagen. Zum Beispiel „Rest Angst vor Gruppen zu sprechen“ oder „Rest Schulterverspannung rechts“.

    10. Synchronisierung

    Wie bei Schritt 5.

    11. Sequenz modifiziert

    Wie bei Schritt 9.

    12. Weiter mit Schritt 7.

    Mit dieser Methode sind Sie in der Lage (fast) alle unerwünschten Zustände im beschriebenen Rahmen aufzulösen. Sie haben nun ein Werkzeug an der Hand, das Ihre Lebensqualität und Ihre Selbstwahrnehmung bzw. Ihr Selbstgefühl in einem enormen Maß steigern kann. Fangen Sie mit leichten Themen an und steigern Sie mit Ihrer Erfahrung den Schwierigkeitsgrad. Es liegt in Ihrer Hand, wie Sie sich fühlen, wovon Sie sich einschränken lassen oder worunter Sie leiden.

    Aspekte

    Manche Themen oder Empfindungen sind mit einem oder einigen Abläufen aufgelöst und für immer verschwunden. Andere sind komplexerer Natur. Ein Thema kann sich aus mehreren Aspekten zusammensetzen. Das hängt damit zusammen, wie alt das Thema ist oder wie viele andere Erfahrungen, Überzeugungen oder Verletzungen sich daran gehängt haben.

    In diesem Fall ist es wichtig, Durchhaltevermögen zu zeigen und das Thema zu bearbeiten, bis es sich völlig aufgelöst hat. Das kann bei täglicher Anwendung Tage oder Monate dauern. Wie bei einer Zwiebel wird das Thema Schicht für Schicht abgebaut, bis nichts mehr übrig ist. Manchmal brauchen nur einige Schichten bearbeitet zu werden und das Thema fällt in sich zusammen, ohne dass jeder einzelne Aspekt betrachtet werden müsste.

    Die Aspekte zeigen sich meistens während der Anwendung. Ein Zeichen dafür, dass ein anderer Aspekt anliegt, ist, dass die Intensität Ihres Themas trotz mehrerer Durchgänge nicht abnehmen will. Achten Sie daher auf Gedanken und Gefühle, die sich während der Anwendung zeigen und gehen Sie ihnen nach.

    So kann beispielsweise bei der Bearbeitung des Hasses auf den Vater der Aspekt zeigen, dass er die ihm entgegengebrachte Liebe nicht annehmen konnte. Oder bei der Bearbeitung einer Angst tauchen Bedenken auf, dass diese Angst wichtig ist und nicht aufgegeben werden kann, da sie vor Gefahren schützt. Machen sie dann einen oder mehrere Durchgänge mit diesem Aspekt, bis deren Intensität auf Null ist. Liegen weitere Aspekte darin, nehmen Sie sich auch diese vor. Danach überprüfen Sie das ursprüngliche Thema. Dies kann nun bei Null sein, oder es ist nun leicht möglich mit weiteren Durchgängen Null zu erreichen.

    Auch nach einer erfolgreichen Behandlung können sich weitere Aspekte zeigen. Jemand hat zum Beispiel seine Angst vor Wasser aufgelöst und hat wieder Spaß im Schwimmbecken. Nun kann es sein, dass diese Angst beim Schwimmen in einem See wieder auftaucht, da das Wasser im See trübe ist. Der Aspekt des trüben Wassers muss nun bearbeitet werden. „Auch wenn ich Angst habe in trüben Wasser zu schwimmen…“

    Überzeugungen

    Überzeugungen, die wir für wahr halten, kreieren unsere Realität, wie schon früher beschrieben. Wenn ich also die Gewissheit einer Überzeugung ändere, ändert sich die Realität, die ich erlebe. Diese Methode ist geeignet, die Gewissheit von Überzeugungen zu ändern.

    Das Verfahren kann auf die bekannte Weise angewendet werden, um die Stärke einer beschränkenden Überzeugung auf Null zu bringen. Wenn die Überzeugung lautet „Ich werde immer benachteiligt.“, könnte der Setupsatz so formuliert werden: „Auch wenn ich immer benachteiligt werde, liebe und akzeptiere ich mich vollkommen so, wie ich bin.“ Dann wird das Verfahren so lange angewendet, bis die Intensität der Gewissheit auf Null ist.

    Soll das Erleben die Überzeugung „Alles wendet sich für mich immer zum Besten.“ widerspiegeln, dann gehen Sie wie folgt vor. Setupsatz: „Alles wendet sich für mich immer zum Besten und ich liebe und akzeptiere mich vollkommen so, wie ich bin.“ Dann wird der Ablauf angewendet und die sabotierenden energetischen Muster gelöscht, bis die Gewissheit (Intensität) der Überzeugung bei Zehn ist. Acht oder Neun könnte auch ausreichen. Hauptsache, die Überzeugung fühlt sich wahr an und es gibt keine Zweifel mehr. Ihr Erleben wird sich entsprechend ändern.

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und ein befreites Leben!

    (*Abbildung modifiziert: GNU-Lizenz, Original created in „Poser“ by Marcus Wieman, Postprocessing with „Photo Impact“ by Gerald Stiehler)

    Ulrich Heister

    Ulrich Heister

    Ich arbeite mit Menschen, die etwas verändern wollen: in ihrem eigenen Leben, in ihren Beziehungen oder am Arbeitsplatz. Sie wollen gesünder, glücklicher und erfüllter leben. Mich begeistert die Aufgabe, für meine Klientinnen und Klienten einen Raum zu öffnen: einen liebevollen, wertschätzenden Freiraum, in dem sie sich entwickeln, sich selbst erfahren und ihr Leben mit Leichtigkeit und Freude in die Hand nehmen.

    Seit 1995 bin ich in eigener Praxis tätig, und meine Schwerpunkte sind die Psychotherapie, die Psychosomatik und die Hypnosetherapie. In diesen mehr als 20 Jahren habe ich zahlreiche Zusatzausbildungen und Fortbildungen absolviert. In meiner Sprechstunde begleite ich Klienten in Einzelsitzungen, biete aber auch Kurse an. Darüber hinaus lehre ich an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und unterstütze Führungskräfte und Teams in Unternehmen mit Coaching sowie zielgerichteten Workshops.

    Möchten Sie mehr erfahren und mich persönlich kennenlernen? Vereinbaren Sie einen Termin für eine erste persönliche oder telefonische Beratung!

    Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören!
    Ihr Ulrich Heister
    Ulrich Heister